Vom Anbau bis zur Apotheke greifen mehrere regulatorische Standards ineinander. Ein sachlicher Überblick, was GACP, GMP und GDP jeweils absichern.
Medizinalcannabis ist ein Arzneimittel. Entlang seiner Lieferkette greifen deshalb mehrere Qualitätsstandards ineinander, die jeweils einen anderen Abschnitt absichern – vom Anbau über die Verarbeitung bis zur Distribution an die Apotheke.
GACP (Good Agricultural and Collection Practice) regelt Anbau und Ernte: Anbaubedingungen, Dokumentation, Trocknung und die Vermeidung von Kontaminationen bereits an der Pflanze. GACP schafft die Grundlage für eine reproduzierbare Rohstoffqualität.
GMP (Good Manufacturing Practice) regelt die pharmazeutische Verarbeitung. Im EU-GMP-Rahmen werden Prozesse validiert, Chargen dokumentiert und am Ende durch eine sachkundige Person (Qualified Person, QP) freigegeben. Erst diese Freigabe macht eine Charge verkehrsfähig.
GDP (Good Distribution Practice) regelt Lagerung und Transport. Temperaturführung, Rückverfolgbarkeit und ein dokumentierter Umgang mit Retouren und Reklamationen stellen sicher, dass die in der Produktion erreichte Qualität bis zur Apotheke erhalten bleibt.
Erst das lückenlose Zusammenspiel dieser Standards ergibt eine durchgängige Qualitätssicherung. Für Apotheken bedeutet das: eine nachvollziehbare Kette von der Pflanze bis zur Rezeptur – dokumentiert und prüfbar.